Vitamin B9 (Folate): der Schlüsselnährstoff für Schwangerschaft und Energie
Vitamin B9 – je nach Form auch als Folat oder Folsäure bezeichnet – ist eines der wenigen Vitamine, für das die Gesundheitsbehörden eine offizielle Einnahmeempfehlung ausgesprochen haben, insbesondere für alle Frauen mit Kinderwunsch. Als wasserlösliches Vitamin wird es vom Körper nicht dauerhaft gespeichert: Eine regelmässige Zufuhr ist unerlässlich, um den Bedarf zu decken.
Sein Wirkungsbereich ist breit und auf europäischer Ebene offiziell anerkannt: Vitamin B9 trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei, zur Verringerung von Müdigkeit, zur normalen Blutbildung, zu normalen psychologischen Funktionen sowie zur normalen Funktion des Immunsystems.
Was ist Vitamin B9 und wofür wird es benötigt?
Folate wirken im Zentrum des zellulären Stoffwechsels: Sie sind unverzichtbar für die DNA-Synthese und spielen eine zentrale Rolle bei der Zellteilung. Konkret bedeutet das: Jedes Mal, wenn Ihr Körper neue Zellen bildet – rote Blutkörperchen, Immunzellen, wachsendes Gewebe – wird Vitamin B9 benötigt.
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Schwangerschaft und Mutterschaft: Es trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei, einer Phase, in der die Zellteilung erheblich zunimmt.
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Energie und Vitalität: Durch seine Beteiligung an der normalen Blutbildung – und damit am Sauerstofftransport – trägt es zur Verringerung von Müdigkeit bei.
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Mentales Gleichgewicht: Es trägt zu normalen psychologischen Funktionen bei.
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Immunität: Es unterstützt die normale Funktion des Immunsystems.
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Stoffwechsel: Es trägt zum normalen Homocystein-Stoffwechsel und zur normalen Aminosäuresynthese bei.
Warum eine Vitamin-B9-Supplementierung?
Folate sind in grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Eiern und Leber enthalten – doch es handelt sich um empfindliche Moleküle: Ein erheblicher Anteil wird durch Kochen, Licht und Lagerung zerstört. Das Ergebnis: Selbst bei sorgfältiger Ernährung ist es schwierig, einen optimalen Folatstatus zu erreichen, und die EFSA-Stellungnahme zu Referenzwerten legt für schwangere Frauen einen deutlich erhöhten Bedarf fest (600 µg Folatäquivalente pro Tag, gegenüber 330 µg für Erwachsene).
Drei Situationen machen eine Supplementierung besonders sinnvoll:
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Kinderwunsch und erstes Trimester, in denen der Bedarf erheblich ansteigt (siehe unten).
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Vorübergehende Müdigkeit: Ein unzureichender Folatstatus kann sich durch einen Energieabfall infolge einer weniger effizienten Blutbildung äussern.
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Folatarme Ernährungsweisen: Wenig grünes Gemüse, langes Kochen, Phasen erhöhter körperlicher Aktivität.
Vitamin B9 und Schwangerschaft: Warum sollte man schon vor der Empfängnis beginnen?
Dies ist der historische Anwendungsfall von Vitamin B9. Das Neuralrohr des ungeborenen Kindes – die Anlage seines Gehirns und Rückenmarks – schliesst sich zwischen dem 21. und 28. Schwangerschaftstag, häufig noch bevor die Schwangerschaft überhaupt bekannt ist. Deshalb empfehlen die Gesundheitsbehörden, die Supplementierung bereits beim Kinderwunsch zu beginnen, mindestens einen Monat vor der Empfängnis, und diese während des ersten Trimesters fortzuführen.
Die auf europäischer Ebene validierte Aussage ist präzise: Die zusätzliche Einnahme von Folsäure erhöht den Folatstatus der Mutter; ein niedriger mütterlicher Folatstatus ist ein Risikofaktor für das Auftreten von Neuralrohrdefekten beim sich entwickelnden Fötus. Der positive Effekt wird mit einer zusätzlichen Zufuhr von 400 µg pro Tag erzielt – mindestens einen Monat vor der Empfängnis bis drei Monate danach – genau die Dosierung einer Kapsel unserer Formel.
Eine aktive Form, verwendbar für alle
Nicht alle Vitamin-B9-Formen sind gleichwertig. Die klassische synthetische Folsäure muss mehrere enzymatische Umwandlungsschritte durchlaufen, bevor sie zur aktiven Kreislaufform wird: dem 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF). Das Schlüsselenzym dieser Umwandlungskette, die MTHFR, kommt in weniger effizienten genetischen Varianten vor: Je nach Bevölkerungsgruppe wandelt ein erheblicher Anteil der Menschen Folsäure nur unzureichend um, was die tatsächliche Verwertbarkeit des Vitamins einschränken und zu einem Anstieg nicht metabolisierter Folsäure im Blut führen kann.
Dieses Vitamin B9 der 4. Generation wird direkt in Form von 5-MTHF bereitgestellt, der bereits aktiven Form: Sie erfordert keinerlei Umwandlung und kann vom Körper unabhängig vom genetischen Profil verwertet werden. Die Forschung hat 5-MTHF als Alternative zur Folsäure untersucht, mit dem Vorteil, keine nicht metabolisierte Folsäure im Blut zu erzeugen.
Warum unser Vitamin B9 wählen?
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Form: 5-MTHF Quatrefolic®
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Physiologische Dosierung von 400 µg pro Kapsel: die Referenzdosis der präkonzeptionellen Empfehlungen, ohne unnötige Überdosierung.
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Nur eine Kapsel pro Tag: einfache Einnahme – entscheidend bei einem Vitamin, das der Körper nicht speichert.
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Klare Formel: pflanzliche Kapsel (Pullulan), ohne Titandioxid, ohne Magnesiumstearat, ohne umstrittene Zusatzstoffe.
Woran erkennt man eine unzureichende Folatzufuhr?
Ein niedriger Vitamin-B9-Status entwickelt sich unauffällig. Die häufigsten Anzeichen sind unspezifisch: anhaltende Müdigkeit, ungewöhnliche Kurzatmigkeit bei Belastung, Blässe, Reizbarkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten. Diese Erscheinungen erklären sich durch die Rolle der Folate bei der Bildung roter Blutkörperchen: Ein länger anhaltender Mangel kann die Sauerstoffversorgung der Gewebe beeinträchtigen. Sollten diese Anzeichen fortbestehen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt – ein Bluttest der Folatwerte ermöglicht eine objektive Einschätzung der Situation.
Zu beachten: Vitamin B9 arbeitet in enger Synergie mit Vitamin B12, beide tragen zur normalen Blutbildung bei. Bei anhaltender Müdigkeit ist es sinnvoll, beide Werte gemeinsam überprüfen zu lassen.
Wie nimmt man Vitamin B9 ein?
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Dosierung: 1 Kapsel pro Tag mit einem Glas Wasser, vorzugsweise morgens.
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Kinderwunsch: Mindestens 1 Monat vor der Empfängnis beginnen und mindestens das gesamte erste Trimester fortführen – in Absprache mit Ihrem Gesundheitsfachperson.
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Vorübergehende Müdigkeit: Kur über 3 Monate, bei Bedarf erneuerbar.
Wissenschaftliche Referenzen
- EFSA NDA Panel (2014). Scientific Opinion on Dietary Reference Values for folate. EFSA Journal, 12(11):3893. Stellungnahme abrufen
- EFSA NDA Panel (2013). Scientific Opinion on the substantiation of a health claim related to increasing maternal folate status by supplemental folate intake and reduced risk of neural tube defects. EFSA Journal, 11(7):3328. Stellungnahme abrufen
- Scaglione F, Panzavolta G (2014). Folate, folic acid and 5-methyltetrahydrofolate are not the same thing. Xenobiotica, 44(5), 480-488. Studie abrufen
- Obeid R, Holzgreve W, Pietrzik K (2013). Is 5-methyltetrahydrofolate an alternative to folic acid for the prevention of neural tube defects? Journal of Perinatal Medicine, 41(5), 469-483. Studie abrufen